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Grüner Igel

Am 26. Oktober 2001 konnte der BUND-Regionalverband Halle-Saalkreis in Sachsen-Anhalt erstmalig den Kindertagesstätten "Sonnenland" und "Seepferdchen" der Stadt Halle (Saale) das BUND-Zertifikat "Umweltkindereinrichtung - Grüner Igel" verleihen.

Allgemein

Was kennzeichnet eine solche Einrichtung und wie kann man diesen "Grünen Igel" verliehen bekommen?

Die Umwelt ist die Quelle aller Eindrücke, die auf das Kind einwirken. Sie ist der beständigste Lernanreiz und übt eine unglaubliche Anziehungskraft auf das Kind aus. Kinder machen täglich interessante Entdeckungen und erleben vieles immer wieder neu, woran sich Erwachsene gewöhnt haben.
Konsequente Umwelterziehung sollte beim Kind bereits im Kindergartenalter einsetzen und müsste das Kind durch Grundschule und Hort, bis ins Jugendalter begleiten.

 

Ziele

Grundgedanke des Systems ist es, das Umweltmanagementsystem, das als Instrument der Verankerung des Umweltschutzes in der Privatwirtschaft gilt, auf die Gegebenheiten und Ansprüche von Kinder- und Jugendeinrichtungen auszurichten. Das herkömmliche Verfahren der Validierung schließt sich aufgrund des enormen finanziellen und organisatorischen Aufwandes von Vornherein aus. Ziel ist es, Ökologie und pädagogische Arbeit miteinander zu verbinden, um die nachfolgenden Generationen so für ihre eigene Umwelt zu sensibilisieren und damit die Nachhaltigkeit des Umweltschutzes zu fördern. Die Umwelterziehung sollte in dieser Einrichtung fester pädagogischer Bestandteil sein. Eingebettet und unterstützt wird dies durch ein nachhaltiges, ökologisches Wirtschaften bei der Leitung der jeweiligen Einrichtung.

Das Vorhaben soll Kinder- und Jugendeinrichtungen, die sich aktiv für den Schutz von Natur und Umwelt einsetzen, eine gebührende Anerkennung gewähren. Prinzipiell orientiert sich das System am Verfahren der EG-Öko-Auditverordnungen DIN EN ISO 14001 und EMAS 2. Es wurde jedoch durch den BUND konkret auf die Ansprüche von Kinder- und Jugendeinrichtungen zugeschnitten. Langfristig soll es anderen Einrichtungen als Ansporn dienen, ein ähnliches System aufzubauen, um so eine dauerhafte Wettbewerbssituation zwischen verschiedenen Kinder- und Jugendeinrichtungen entstehen zu lassen, die das Umweltbewusstsein stärkt und fördert.

Ablauf

Am Anfang des Weges der ökologischen Umgestaltung (Innenraumgestaltung, Materialauswahl, Ernährung, Energie-, Wasser-, Müllproblematik etc.) bis zur Zertifizierung und als Motivation für die Einrichtungen möchten wir einen handlungsorientierten Planungsworkshop durchführen.
Hierbei sollen die Akteure die Möglichkeit erhalten, durch einfache Eingriffe ihre Einrichtung naturnaher und kindgerechter zu gestalten und dabei die intensive Zusammenarbeit mit Eltern und Kindern schätzen lernen. Es soll verdeutlicht werden, dass der "Grüne Igel" ein erreichbares Ziel für alle engagierten Kindereinrichtungen ist.

Beispiel für einen solchen Planungsworkshop

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